Texte

Dorothea Zwirner für den Katalog "Neue Kinderspiele" Galerie Michael Haas 2012

Kerstin Grimm könnte eine Urenkelin der berühmten Märchensammler sein, denn ihre geheimnisvollen Zeichnungscollagen strahlen eine zugleich märchenhafte und bedrohliche Stimmung aus. Sie wirken ursprünglich und unschuldig wie ein Kinderspiel, aber auch abgründig und gefährdet. So wie Fantasie und Realität im Kinderspiel nahtlos ineinander übergehen, kann aus Spiel plötzlich Ernst werden. Read more

Dorothea Zwirner, Text für den Katalog "10 Jahre Falkenberg"

Es scheinen die alten Weiden so grau, die den fluchtpunktartig in die Tiefe führenden Weg säumen. In den Ästen der ersten beiden Bäume hängen kopfüber zwei Mädchen an den roten Riemen ihrer Sandalen aufgeknüpft. Wie Erlkönigs Töchter könnten sie einer Fieberfantasie entsprungen, Opfer eines Gewaltverbrechens oder auch nur übermütige Kunstturnerinnen sein. Read more

Erik Stephan für den Katalog "Kinderspiele" 2010

Kerstin Grimm pendelt künstlerisch zwischen den Möglichkeiten von Zeichnung und Skulptur und ist in jedem der beiden Bereiche zu Hause. Sie begann mit der Zeichnung, hat die Fläche des Bildes verlassen und ist zu dieser zurückgekehrt. Die Skulpturen, die meist Bronzen und in wenigen Fällen Mischtechniken sind, begleiten die Arbeiten auf Papier anekdotisch und weiten den Horizont der künstlerischen Möglichkeiten vor allem im Figürlichen. Einige der Skulpturen Read more

Rede von Susanne Greinke zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Pankow 2010

Kinderspiele, so ist die Ausstellung Kerstin Grimms überschrieben und so lautet auch der Titel einer größeren Werkgruppe, die hier zu sehen ist. Mit diesem Begriff wird ein Areal der menschlichen Existenz berührt, zu dem wir alle einen persönlichen Zugang besitzen. Jeder von uns war irgendwann ein spielendes Kind und sogar im Erwachsenenalter wird mancher von Zeit zu Zeit zum Homo Ludens, dem spielenden Menschen. Read more

Rede von Kathrin Arrieta zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Peters-Barenbrock in Ahrenshoop 2008

Wir haben es in den Arbeiten von Kerstin Grimm wiederholt mit Hasen zu tun – nicht vordergründig in Verbindung mit Ostern, aber in einem weitläufigeren Sinne schon. Denn Tiere sind in ihren Zeichnungen und plastischen Kabinettstücken keine natürlichen Studienobjekte, sondern Teil metaphorischer... Read more

Text von Anke Zeisler zur Ausstellung in der Galerie Zeisler, Berlin 2007

Kerstin Grimm druckt, zeichnet, malt und collagiert ihre Bilder. Diese technisch sehr offene Verfahrensweise, die Mischtechnik, erlaubt in besonders vielfältiqer Art das Spiel mit der Form. Sie hat im Werk der Künstlerin ihre Entsprechung. Versteckspiel ist einer ihrer Titel. Das Versteckspielen... Read more

Peter Brasch zur Eröffnung der Ausstellung „Grimms Tierleben“ in der Galerie Curare, Hamburg

Frag Ment,

wenn er dir eine Antwort gibt, darfst du dich glücklich schätzen. Wenn nicht, kannst du antwortlos unglücklich sein. Die scheinbar trauernden Geschöpfe auf Kerstin Grimms Historie des Flugwesens und die disparaten Figuren der Flußfahrt haben Ment nicht gefragt, sondern die die Opfer ihrer eigenen Konstruktionen geworden. Flugwahn und Ruderwut machen einsam, auch wenn man meinte mit der Entdeckung der Kaffeebohne zeitweise die Droge entdeckt zu haben, die einen wachhält, um weiter Erfindungen zu machen, die das Leben der Menschheit leichter gestalten. Read more

Brigitte Rieger-Jähner für das Heft zur Ausstellung "Standpunkte II" des Museums Junge Kunst Frankfurt/Oder

Auf den gezeichneten, gemalten und collagierten Bildern von Kerstin Grimm scheinen sich phantastische Wesen ein Stelldichein zu geben. Die Künstlerin spielt mit Bruchstückhaftem, das zugleich in vergangener Zeit wie im Hier und Heute angesiedelt scheint. So entstehen immer wieder neue Facetten einer rätselhaften Welt, die den Träumen vergleichbar vertraut wie befremdlich zugleich wirken, zu beängstigen wie zu verzaubern verstehen, eine Idylle nicht zulassen, und dennoch nicht selten von hintergründigem Humor durchdrungen sind. Read more

Frei nach den Geschwistern Grimm. Für ihre Urenkelin von Peter Brasch

Irgendwann war die Arche zerborsten, die Sprachen unkenntlich gemacht, ein Dialektgewirr entstanden und die Leute irrten einsam gemeinsam mit ihren Tieren über die sieben Weltmeere. Gott war auch nicht mehr das, was er mal war, Jesus Christus gammelte inzwischen an seinem Kreuz herum und... Read more